PRO BAHN begrüßt neue Station in Neermoor – nun muss auch der RE 1 hier anhalten!

Neuer Haltepunkt Neermoor am 01.05.2026 eröffnet

Der Fahrgastverband PRO BAHN freut sich über den neuen Haltepunkt Neermoor an der Bahnstrecke Emden – Rheine, der die Gemeinde Moormerland nach Jahrzehnten endlich wieder an den Zugverkehr anbindet. „Dass hier seit gestern wieder bis zu 40 Züge täglich halten, ist ein riesiger Fortschritt für die gesamte Gegend“, sagt Regionalvorsitzender Hans-Joachim Zschiesche. „Bislang gab es hier nur ein völlig unzureichendes Busangebot.“

Die Gemeinde Moormerland wird außer durch den neuen Halt der Regional-Express-Linie 15 von Emden nach Münster auch durch die Regionalbuslinien 621 Emden – Leer und 481 Aurich – Leer erschlossen. Beide Linien haben aber wesentlich längere Fahrzeiten und bieten weder abends noch sonn- und feiertags überhaupt Fahrten an. Samstags wird nur sehr eingeschränkt gefahren.

Mit den neuen Zügen ist man nun in fünf Minuten in Leer oder in zehn Minuten in Emden. So gut die neue Verbindung auch ist, bleibt ein gewichtiges Problem: In Richtung Bremen und Oldenburg kann man nur mit langen Umsteigezeiten von bis zu 40 Minuten in Leer fahren. Der RE 1, der alle zwei Stunden die ostfriesische Küste mit Bremen und Hannover verbindet, hält nicht. Für PRO BAHN ist dies absolut unverständlich, zumal der Großteil des Verkehrs in Richtung Oldenburg und Bremen fließt.

„Wir fordern die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen auf, zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Halt des RE 1 in Neermoor zu bestellen! In der Gemeinde Moormerland leben über 20.000 Menschen – da ist mehr als genug Potenzial für diese zweistündliche Linie“, betont Vorsitzender Zschiesche. „Das verkürzt die Fahrzeit nach Oldenburg und Bremen über eine halbe Stunde und bietet attraktive Direktverbindungen bis in die Landeshauptstadt.“

Der Fahrgastverband weist darauf hin, dass ein Halt des RE 1 in Neermoor zwar etwas Zeit kosten würde. Gleichzeitig sind aber die ab diesem Jahr hoffentlich zulaufenden neuen Triebzüge, die die alten lokbespannten Züge ersetzen, wesentlich spurtstärker. Sie können also durch schnellere Beschleunigung die Zeit für den zusätzlichen Halt in Neermoor gut kompensieren.

Schließlich fordert PRO BAHN auch eine bessere Abstimmung der Buslinien 481 und 621 auf die Zuganschlüsse in Neermoor. Beide Buslinien müssen verstärkt als Zu- und Abbringer genutzt werden. Das geht aber nur, wenn die heute unsystematischen Fahrpläne strikt vertaktet werden. Durch kurze, zuverlässige Umstiege auf den Zug in Neermoor könnten sich die Reisezeiten für viele weitere Fahrgäste deutlich verkürzen.

5 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag! Als Bürgerin aus Moormerland kann ich die Kritik nur unterstreichen: Dass der RE 1 an über 24.000 Einwohnern einfach vorbeifährt, ist absurd. Die jetzige Wartezeit macht die Bahn gegenüber dem Auto oft unattraktiv. Um diese Forderung zu unterstützen und den Druck auf die LNVG zu erhöhen, plane ich derzeit privat eine Bürgerpetition zu starten, um dieser Forderung den nötigen Nachdruck zu verleihen. Ich hoffe, wir können gemeinsam zeigen, dass die gesamte Region hinter diesem Halt steht! Denn nur mit dem Halt des RE1 wird das Potenzial und die Investition des Bahnhofs vollständig ausgeschöpft.

    1. mal eine frage…
      wie wär es mit der reaktivierung von petkum und oldersum ?

      käme da nicht ein noch größeres potenzial zusammen als wenn man nur den re 1 in neermoor hielten ließe ?

      1. Der Halt Neermoor hat mit Warsingsfehn in der Nähe mit Abstand das größte Fahrgastpotenzial. Petkum und Oldersum wären langfristig auch wünschenswert, sind aber deutlich kleiner und lassen sich fahrplantechnisch nur beim RE 15 umsetzen.

  2. Das wäre eine super Sache mit dem RE1. Allerdings müsste der IC auch in Neermoor halten. Dieser fährt ja im stündlichen Wechsel. Viele Pendler nach Oldenburg fahren im Zug um 06:41. Das ist der IC und nicht der RE1. Vielleicht kann das bei der möglichen Anfrage berücksichtigt werden.

  3. Der RE1 sollte schnellstens in Neermoor halten, um das Umsteigen in Leer für die Weiterfahrt in Richtung Oldenburg zu vermeiden. Des weiteren entfällt dann die lange Wartezeit in Leer.

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