Der Fahrgastverband PRO BAHN Südniedersachsen freut sich auf den Betriebsübergang auf dem RE 2 zwischen Göttingen und Hannover am kommenden Sonntag. „Wir sind davon überzeugt, dass sich DB Regio als neuer Betreiber der Leinetal-Strecke sorgfältig auf die Herausforderungen vorbereitet hat und die Fahrgäste davon profitieren“, erklärte der Vorsitzende Gerd Aschoff. So erwarte der Verband von DB Regio eine bessere Anschluss-Sicherung für die Fahrgäste auf der Südharzstrecke und der Sollingbahn durch direkte Kommunikation innerhalb des Unternehmens. Auch werde sich DB Regio mit neuem Personal bemühen, die Reinigung der Züge zu verbessern.
Die Züge selbst werden aber dieselben sein wie bisher. Sie werden vom Fahrzeugpool des Landes vermietet und in Uelzen gewartet. Die Waggons werden lediglich ein anderes Logo bekommen. PRO BAHN: „Wir erwarten, dass die Wartung lückenlos und ohne Verzögerungen vorgenommen wird.“ Erfreut zeigt sich der Fahrgastverband, dass ein Großteil des bisher bei Metronom tätigen Personals das Übernahmeangebot des neuen Betreibers angenommen hat und die Fahrgäste mit kompetenten Mitarbeitern rechnen können.
Die Hauptursache von Verspätungen wird allerdings auch in den kommenden Jahren den Bahnbetrieb im Leinetal erheblich belasten: der unzureichende Zustand der Bahnstrecke. Die ursprünglich für 2028 vorgesehene Generalsanierung zwischen Göttingen und Nordstemmen wurde zwischenzeitlich auf 2035 verschoben. „Wir müssen also weiter mit zahlreichen Störungen der Weichen und Stellwerke rechnen. Zudem werden Baumaßnahmen auf benachbarten Strecken weitreichende Auswirkungen auf die Leinetal-Bahn haben“, beklagt Gerd Aschoff.
