Fehlerhafte Fahrplanauskunft sorgt für überfüllte Züge zwischen Hannover, Harz und Göttingen

Pressemitteilung zu den Auswirkungen der Streckensperrung in Elze auf den Schienennahverkehr zwischen Hannover, Hildesheim, Harz und Göttingen

Der seit Weihnachten eingerichtete Ersatzverkehr des metronom zwischen Hannover und Göttingen (RE 2) wird bislang noch immer nicht korrekt in den Fahrplanmedien kommuniziert. Hieraus ergeben sich erhebliche Kapazitätsengpässe auf den stattdessen angebotenen Ausweichrouten. PRO BAHN empfiehlt Fahrgästen: „Folgen sie nicht Ihrem Bahn-Navigator!“

Die durch die Entgleisung im Bahnhof Elze ausgelöste Streckensperrung zwischen Nordstemmen, Elze und Banteln sorgt seit Weihnachten auf den stattdessen vom Bahn-Navigator angebotenen Ausweichrouten von Hannover über Braunschweig/Hildesheim, Goslar, Seesen, Herzberg und Göttingen für überfüllte Züge. Teilweise war ein Zustieg in die Züge am Nordharz nicht mehr möglich.

Grund hierfür sind nach wie vor fehlerhafte und unvollständige Daten in den Online-Bahn-Auskunftsmedien. Denn obwohl metronom sehr kurzfristig einen Busersatzverkehr zwischen Nordstemmen, Elze und Banteln bereitstellte und diese Umsteigeverbindungen trotz der nunmehr ca. 2,5 Stunden Fahrzeit zwischen Hannover und Göttingen derzeit noch immer die schnellste Nahverkehrsverbindung bietet, wird diese Verbindung den Reisenden überhaupt nicht angeboten, obwohl sie nach eigenen Beobachtungen recht verlässlich funktioniert.

„Erneut bekommen hier Fahrgäste die Folgen des immer wieder fehlerhaften Datentransfers zwischen privaten Bahnunternehmen und der Fahrplanauskunft unter DB-Regie zu spüren. Folgen Sie auf dieser Route bitte nicht unbedingt Ihrem Navigator und informieren Sie sich direkt auf der fortlaufend aktualisierten Homepage des metronom.“ rät Holger Klages, Vorsitzender des Regionalverbandes Braunschweig-Hildesheim von PRO BAHN.

Zudem sorgten die aktuellen Witterungsverhältnisse dafür, dass zeitweise die Züge im Nordharz nicht fuhren und so – zumindest lt. Navigator – überhaupt keine Verbindung zwischen Hannover und Göttingen im Nahverkehr bestand.

Aber auch auf der Linie zwischen Hildesheim und Hameln (RB 77) gibt es dringenden Nachbesserungsbedarf: So sind die vom Bahnanbieter Start kommunizierten Fahrzeiten der Ersatzbusse zwischen Hildesheim und Marienau nach eigener Erfahrung aufgrund von Umleitungen in der Ortslage von Elze viel zu knapp kalkuliert mit der Folge, dass in Marienau regelmäßig der Zug nach Hameln verpasst wird und Fahrgäste bei winterlicher Witterung am ungeschützten Bahnhaltepunkt zurückbleiben.

Fahrgäste aus der Region Hildesheim werden von metronom und erixx zudem auf die alternativen Verbindungen der S-Bahn verwiesen. Deren Anbieter Transdev hat jedoch auch 4 Jahre nach Betriebsübernahme noch immer mit Fahrzeugmangel zu kämpfen und lässt deswegen auf den Linie S3 und S4 überwiegend Kurzzüge verkehren und hat zudem vorerst die Verstärkerzüge zwischen Hildesheim und Lehrte komplett gestrichen.

„Wir appellieren an metronom und DB schnellstmöglich die Datenlage zu korrigieren, an Start seinen Ersatzverkehr den realen Verkehrsverhältnissen anzupassen und an Transdev die vollen Kapazitäten zwischen Hildesheim und Hannover anzubieten. Ansonsten bekommen wir hier spätestens nach Ferienende ein massives Kapazitätsproblem auf allen Linien, so Klages abschließend.

10 Kommentare

  1. Warum wird denn nicht die Freigabe der ICE zwischen Göttingen und Hannover für Inhaber von Nahverkehrstickets gefordert? Bei den Bussen über Nordstemmen/Banteln sehe ich den Fahrplänen lange Wartezeiten von je 25 Minuten (im Januar!) Und der RE NordstemmenHannover fährt auch nur noch alle zwei Stunden. Zumindest zwischen den Großstädten sollte man doch wohl den ICE nutzen dürfen, oder dies zumindest fordern!

    1. Wir haben uns dagegen entschieden, weil es absehbar zu Chaos und Überfüllung in den Fernzügen führen würde. Diese würden dadurch massiv verspätet werden, was an anderer Stelle wieder für Probleme gesorgt hätte. Einzige sinnvolle Möglichkeit wäre eine Freigabe mit Platzkarten gewesen, die aber auch wieder erhebliche Mehrkosten und Aufwände mit sich bringt.

      Zudem wäre diese Alternative für die allermeisten Pendler, die nicht direkt von Göttingen nach Hannover reisen müssen (z.B. Alfeld, Einbeck) auch zeitlich wegen der Umwege zeitlich kaum noch attraktiv gewesen, zumal es einen Busersatzverkehr mit Anschlüssen gibt. Der RE 2 fährt nördlich von Nordstemmen inzwischen auch wieder stündlich.

  2. Überfüllte züge richtung harz habe ich noch nicht gesehen…
    ich fahr lieber direkt göttingen/northeim nach goslar und steig dort um nach sarstedt/hannover

    …ist zehn minuten schneller als das zweimalige umsteigen (und schaukeln) mit den bussen

  3. ich hänge mich der forderung zum 1 . kommentar an !

    wann folgt die freigabe ?

    eben grade
    *wieder signalstörung (diesmal sogar zweimal bei einer fahrt)
    * 40 minuten fahrzeit hannover-nortstemmen
    * der sev-bus ist weg
    * 55 minuten aufenthalt in nortstemmen bei MINUSgraden !
    * 30 minuten fahrzeit nortstemmen-barnten
    *20 minuten aufenthalt dort
    * fast 60 minuten fahrzeit nach göttingen

    normale fahrzeit gö-hannover 1 stunde 15
    eben grade (nicht das erste mal) 3 stunden 15 minuten

    wann erfolgt die freigabe für ice ?
    zumindest solange zwischen elze und nortstemmen baustelle ist
    (mittlerweile 4 mal wiederinbetriebnahme verschoben)

  4. zwischenfrage…

    ist die reparatur im zeitplan ?

    gegenwärtig schneits ja tüchtig…
    …und im baugewerbe ist so etwas „schlecht wetter“ (es wird nicht gebaut)

    wird der 15.februar gehalten oder kann man sich auf später einstellen ?

  5. tut mir leid wenn ich mich jetzt noch einmal wegen des sev melde
    aber
    es fahren pro richtung stündlich zwei bis drei ice göttingen – hannover
    da dürfte die eine re-express verbindung gö – hannover wahrlich nicht die massen von fahrgästen wären (ein eher kleiner teil fährt ganz diese altbaustrecke)
    und zudem könnte man auch ice mäßig göttingen hildesheim freigeben !

    und zu „guter“ letzt…
    mir graut schon
    Vom 1. Mai bis 10. Juli 2026 wenn auf diesen 130 km
    sev hannover- lüneburg angeboten wird
    https://www.lnvg.de/schienenersatzverkehr

  6. wieviel stunden „zu früh“ muss man losfahren um rechtzeitig anzukommen ?

    so, da hab ich mir eine verbindung ohne den „schaukelverkehr“ nortstemmen – banteln herausgesucht (richtung lüneburg und hamburg)

    *verspättetet abfahrt in göttingen
    * bibbern um den anschluss in seesen
    *wird erreicht, da anschlusszug auch verspätet ist
    *in braunschweig ankuft des zuges aus uelzen (wo ich auch hin wollte) mit plus 15 minuten
    *NICHT einsteigen hieß es da
    * nach weiteren 15 minuten konnte man da doch einsteigen
    * einige minuten auf dem bahnsteig gestanden
    * nach 15 minuten fahrt die ansage der zug fahre nur bis Gifhorn und nicht nach Uelzen…
    *grund: signal und weichenstörung
    *40 minuten wartezeit uin gifhorn bei minusgraden richtung hannover (da, wo ich nicht hin wollte)
    * weiter richtung norden…

    wieviel stunden „zu früh“ muss ich abfahren um rechtzeitig anzukommen ?
    ZWEI stunden reichen nicht !
    bin früh morgens bei dunkelheit losgefahren, aber durch die störungen bei der bahn war der tag (sorry) fürn aasch

    1. Dies betrifft aber nur den SEV der RB77 zwischen Hildesheim und Marienau, der RE2 fährt ab dem 16.02 wieder durchgehend, aber mit Verspätung zwischen Göttingen und Hannover.

      1. es ist die sechste änderung seit dem 23.12…
        bekannt gegeben drei/vier/fünf tage nach der fünften…

        und ich weiß nicht was besser ist… durchgehende zweigleisigkeit oder ein gleis wo man bibbern muss den anschlusszug nach celle/lüneburg zu erreichen
        (für mich ist so etwas ganz einfach stress)

        metronom war noch nie ein könig der pünktlichkeit

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