Elektrobusse im regionalen Testeinsatz

Regiobus Uhlendorff hat in Abstimmung mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) drei Elektrobusse im regulären Linienbetrieb getestet. Das mittelständische Unternehmen zieht bei einer Präsentation in Uslar eine erste positive Bilanz. Ziel des Pilotprojekts war es, konkrete Erfahrungen für den Einsatz von Elektrobussen im ländlichen Raum zu sammeln. Die von MAN ausgeliehenen Busse waren auf den regionalen Linien rund um Uslar unterwegs. Im Mittelpunkt standen Reichweite, Ladeverhalten im Tagesumlauf, technische Zuverlässigkeit und Rückmeldungen der Fahrerinnen und Fahrer. In Flächenregionen gelten besondere Anforderungen: Lange Strecken, Steigungen und enge Fahrpläne verlangen praxistaugliche Lösungen.

Beim Pressetermin am Busbahnhof Zur Schwarzen Erde in Uslar stellte Regiobus Uhlendorff eines der getesteten Modelle vor. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Verkehrsunternehmen nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zur Mitfahrt im Linienbetrieb. Gerd Aschoff, Vorsitzender des ZVSN-Fahrgastbeirats und Vorsitzender des PRO BAHN-Regionalverbands Südniedersachsen war bei der Präsentation mit dabei.

„Wir wollten wissen, wie sich Elektrobusse unter realen Bedingungen im ländlichen Raum bewähren“, sagte Julius Haubrich von Regiobus Uhlendorff. „Der Test zeigt: Elektromobilität funktioniert auch auf längeren Linien. Entscheidend sind eine gute Planung der Umläufe und eine passende Ladeinfrastruktur.“ Der Praxistest ist Teil eines größeren Förderprojekts des Bundesverkehrsministeriums. Minister Patrick Schnieder Förderurkunden für Elektrobusse und Infrastruktur u.a. an Julius Haubrich (Regiobus Uhlendorff), Arne Wolfram (Weihrauch Uhlendorff) und Carsten Pülm (Pülm und VS). Im Gebiet des Zweckverbands Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) werden insgesamt 21 Elektrobusse gefördert. Rund 4,4 Millionen Euro Bundesmittel fließen dafür in die Region. Die Projekte müssen bis Ende 2028 umgesetzt werden.

In einem nächsten Schritt soll der Aufbau von Ladeinfrastruktur am Zentralen Omnibusbahnhof Uslar erfolgen. Dabei arbeitet Regiobus Uhlendorff eng mit den Stadtwerken Uslar zusammen. Langfristig steht der regionale ÖPNV vor großen Veränderungen. Nach EU-Vorgaben müssen bei der nächsten Neuvergabe der Verkehrsleistungen mindestens 65 Prozent der neu eingesetzten Busse klimafreundliche Antriebe haben, wovon mindestens die Hälfte emissionsfrei sein muss.

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