Der nach dem Bahnunglück in Elze eingerichtete Bus-Ersatzverkehr für den Metronom zwischen Hannover und Göttingen (RE 2) wird in den digitalen Fahrplanmedien äußerst unvollständig und extrem irreführend kommuniziert. In der Folge zeigen sich erhebliche Kapazitätsengpässe auf den Ausweichrouten durch den Harz. PRO BAHN empfiehlt Fahrgästen: „Folgen sie bloß nicht dem Bahn-Navigator und der Fahrplaner-App!“
Metronom pendelt seit der Streckensperrung in Elze stündlich zwischen Göttingen und Banteln. Von dort fahren Busse nach Nordstemmen und Barnten, wo der Umstieg Richtung Hannover vorgesehen ist. Doch angezeigt wird den Fahrgästen in den Apps und im Internet: „Der Metronom fällt zwischen Göttingen und Nordstemmen aus“. Es werden Ausweichstrecken über den Harz angezeigt. Die dort eingesetzten Dieseltriebwagen sind dem ungewöhnlichen Ansturm jedoch nicht gewachsen. Fahrgäste berichten, dass sie in der Kälte zurückgelassen wurden. Witterungsbedingte Ausfälle verschärfen das Problem. Beim Metronom ist hingegen kaum etwas los.
Das Bahnunternehmen Metronom hat den zuverlässig funktionierenden Busersatzverkehr zwischen Nordstemmen, Elze und Banteln organisiert. Diese Umsteigeverbindung ist trotz der auf 2 1/2 Stunden verlängerten Fahrzeit zwischen Hannover und Göttingen noch immer die schnellste Nahverkehrsverbindung. Trotzdem wird diese Verbindung den Reisenden nicht angezeigt.
„Folgen Sie auf dieser Route nicht dem Navigator und der Fahrplaner-App, sondern informieren Sie sich direkt auf der Metronom-Homepage!“ rät Gerd Aschoff, Vorsitzender von PRO BAHN Südniedersachsen. PRO BAHN fordert die unverzügliche Korrektur der irreführenden Auskünfte. Eine Entschädigung für betroffene Pendler stehe auch noch aus.
